| M.J.M. Bijvoet: Kunst-Forschung | 0/A> | Einleitung | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12< | 13 | Schluß | Quellen | |
Kapitel 12Paul Ryan: Vom Guerilla-Fernsehkampf zum Ökokanal |
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Video im Dienst gesellschaftlichen Wandels |
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Für Paul Ryan war die Geschichte der Videographie stets die Geschichte
eines Widerstreits zwischen der Verwendung von Video als Werkzeug für
gesellschaftlliche Veränderung und seinen Eigenschaften als Kunstmedium.[338]
Dazwischen besteht für ihn ein gradueller, dennoch bedeutsamer Unterschied
hinsichtlich der Prioritäten. Für Videomacher, die die Gesellschaftsveränderung
auf ihre Fahnen geschrieben hatten, ihre Arbeit aber künstlerisch
verstanden, hatte die Gesellschaftsveränderung Vorrang vor allem anderen;
für Videomacher, die als Künstler Gesellschaftsveränderung
beanspruchten, stand die Schaffung von Kunstwerken an erster Stelle.[339]
Nam June Paik, Bill Viola oder die Vasulkas waren überzeugt, die Grenzen
der Kunst aus der Sicht des Künstlers zu überschreiten. Der 'Künstler'
Paul Ryan stellte sich auf den anderen Standpunkt, indem er Videoarbeiten
machte, die nicht in erster Linie den Anspruch von Kunstwerken hatten.
Zwar nahm Ryan mit seinem Everyman's Moebius Strip an der Ausstellung
TV as a Creative Medium der Howard Wise Gallery Teil - es war sein
erster Beitrag für eine Kunstgalerie -, zögerte aber, wie er
später zugab, weil für ihn die Videoproduktion Vorrang vor der
Kunst hatte. Ryan verdankte Wises Einladung einer Empfehlung von Nam June
Paik, dem er bei einer der Electronic Art Ausstellung in der Bonino
Gallery begegnet war.[340] Everyman's
Moebius Strip war, wie Ryan schrieb, "im Wesentlichen eine Kabine,
in der Leute ihr Videobild privat erleben konnten, im Bewußtsein,
daß das Band gleich wieder gelöscht würde."[341]
Im Zentrum der Arbeit stand die Idee von Video als Kommunikationssystem
und die Beziehung zwischen dem Betrachter und dem System, zwischen dem
Zuschauer und seinem 'Spiegel'bild. Es handelte auch von den Implikationen
der Macht, die das Band demjenigen verleiht, der sich so sieht, wie die
anderen ihn wahrnehmen.
Man sollte hervorheben, daß sich neben der Performance von Nam June Paik und Charlotte Moorman nur zwei Installationen - Paul Ryans Moebius Strip und Frank Gillettes Wipe Cycle - überhaupt mit den Gesichtspunkten der nach außen gerichteten Kommunikation von Video als Zweiweg-System beschäftigten, anstatt mit seinen inneren Eigenschaften als Bildbearbeitungssystem. Wipe Cycle bestand aus neun Monitoren, einer Fernsehkamera und Videoband. Die Zuschauer konnten sich selbst beobachten, wie sie den Ausstellungsraum betraten, wobei ihre Bilder mit vorproduzierten Bildern und Ausschnitten aus dem laufenden Fernsehprogramm vermischt wurden. Die Bilder bewegten sich in vier Zyklen von einem Monitor zum nächsten, mit einer Verzögerung zwischen acht und sechzehn Sekunden. Ira Schneider erläuterte gegenüber Jud Yalkut: "Die wichtigste Aufgabe von Wipe Cycle war das Einbeziehen des Publikums in die Information. Es handelte sich um ein Live-Rückkoppelungssystem, das es dem Zuschauer erlaubte, in seiner Umgebung zu stehen, um sich selbst nicht nur in Raum und Zeit zu sehen, sondern auch acht und sechzehn Sekunden früher. Außerdem sah er die üblichen übertragenen Bilder abwechselnd mit seinem verzögerten bzw. live-Bild."[342] Viele Künstler der ersten Jahre bevorzugten solche Rückkoppelungen und closed-circuits und die Metaphorik der Selbst-Beobachtung. Eine kleine Gruppe, deren Mitglieder aus der Musik kamen, wozu u.a. Ron Hays und Steve Beck zählten, interessierte sich aufgrund ihrer Erfahrung mit Audiosynthesizern für Computer und experimentierte mit den Signal- und Bildverarbeitungseigenschaften von Video. Jene Künstler wiederum, die Video im Zusammenhang mit gesellschaftlicher Veränderung und den Bildungsmöglichkeiten des Kabelfernsehens sahen, legten Wert auf die Kommunikationsseite; sie diskutierten über Video unter dem Aspekt des Informationsystems. Sie arbeiteten mit dem Medium hauptsächlich dokumentarisch. Paul Ryan, Frank Gillette und Ira Schneider waren Mitglieder der Raindance Corporation, die 1969 von Michael Shamberg und anderen als Denkanstalt der Gegenkultur gegründet worden war. Guerilla TV-Gruppen, zu denen Raindance gehörte, ließen sich von der Vorstellung leiten, daß die Umwandlung des eingleisigen, monologischen Fernsehens in ein zweigleisiges System dem Zuschauer die Möglichkeit zur Teilnahme gäbe. Wie Paul Ryan bemerkt: "Wir machten Bänder im Kollektiv und zeigten sie in einer Fabriketage auf der Zweiundzwandzigsten Straße Ost in Manhattan. Einige dieser 'rohen' schwarz-weiß-Bänder lagern noch im Raindance Archiv."[343] Unter den Bändern jener Zeit befinden sich u.a. eine Dokumentation des Earth Day 1970 in New York, und Material über die Videoüberwachung in Supermärkten. Raindance war eine von vielen Videogruppen jener Tage, die sich mit der Vermittlung reiner Information beschäftigten. Andere waren das Alternative Media Center, Global Village, Video-freex und People's Video Theatre, die versuchten, mit Video auf eine neue Weise gesellschaftliche Auseinandersetzungen zu vermitteln.[344] Ihr Interesse galt vor allem der Politik und der Gesellschaft. Raindance Corporation setzte sich ausdrücklich alternative Ansätze einer Fernsehorganisation zum Ziel. Aus diesem Motiv heraus zeichneten sie politische Demonstrationen und gewerkschaftliche Protestveranstaltungen, Szenen sozialer Ungerechtigkeit und das Alltagsleben auf der Straße auf. Außerdem veröffentlichten sie von 1970 bis 1974 die Zeitschrift Radical Software. Paul Ryan war zu jener Zeit überzeugt, daß tragbares Video eine wirksame Waffe der kulturellen Veränderung war. In der Radical Software-Ausgabe vom Frühjahr 1971 verkündete er, daß die Ziele des tragbaren Video denen des Guerilla-Kampfes gleichkamen, insofern der Guerilla-Kämpfer sich im Verborgenen bewegt, Überraschungsangriffe dort macht, wo man sie am wenigsten erwartet, weil er das Aktionsgebiet wie seine Westentasche kennt. Rückblickend hält Ryan das für einen 'angry text', dessen Rhetorik vom Zorn über den Vietnamkrieg geprägt ist. Die Guerilla-TV-Gruppen sahen ihre Gelegenheit in Gestalt des Kabelfernsehens (C.A.T.V.) gekommen, das in den frühen siebziger Jahren expandierte und zu einem großen Geschäft zu werden versprach. Man ging davon aus, daß das Hauptgewicht des Kabelfernsehens auf dem 'community television' im Dienste der örtlichen Kultur liegen würde. Dem Kabelsystem käme eine Hauptrolle bei der Schärfung des Bewußtseins der Gemeinschaft und ihrer ortsgebundener Kultur zu. Der freie öffentliche Zugang versprach demzufolge eine größere Verfügungsgewalt über die örtlichen Geschäfte. Kabel gab den Leuten die Möglichkeit, sich einzubringe. Jeder Bürge könnte die Kontrolle über die örtliche Politik und die lokale Kultur auszuüben, was Ryan mit den Worten kommentierte, "In der gleichen Weise, wie Videobandaufzeichnung die Reichweite des Menschen als 'cybernator' erweitert, ist das Kabel[fernsehen] in der Lage, die Möglichkeiten der lokalen Kultur zu erweitern, um sich zu verständigen und ihre Entwicklung zu lenken. Diese Kontrolle kann einige Entscheidungen über den Import von Information einschließen. ... Preiswerte tragbare Videoausrüstungen erlauben es dem Videounternehmen, ihr Studio auf den ganzen Bezirk auszudehnen. Sich in die Kultur einspeisen, anstatt von ihr zu leben, bietet Gewißheit für die dauerhaften Beziehungen zwischen Kabel und Kultur."[345] Für Paul Ryan war es selbstredend, daß man dem durchdringenden Einfluß des Fernsehens entgegenwirken mußte. Video kam gerade zur rechten Zeit als Protest-Instrument. Das 'Video Glaubenssystem' dieser Gruppe läßt sich auf eine frühe Stellungnahme reduzieren, die Michael Shamberg in der Radical-Software-Ausgabe über Guerilla Television abgegeben hat: "Im ersten Heft des ersten Jahrgangs von Radical Software (Sommer 1970) wagten wir die Hypothese, daß die Menschen Kontrolle über die Informationswerkzeuge und -verfahren gewinnen müssen, die ihr tägliches Leben gestalten, um sich von der Massenbeeinflussung zu befreien, die die gewerblichen Medien dieses Landes und des ausländischen staatlich kontrollierten Fernsehens auf sie ausüben. Indem wir Zugang zu tragbarer 1/2-Zoll-Videoausrüstung gewähren, um an der Produktion oder an der Sammlung von Information teilzuhaben, gehen wir davon aus, daß die Menschen einen großen Teil zur Restrukturierung ihrer eigenen Informationsumwelt beitragen werden."[346] 1967 brauch Paul Ryan seine Laufbahn als Publizist ab, um sich der Elektrotechnik zuzuwenden und noch mehr Vietnams zu verhindern - gemäß der Vorstellung McLuhans, daß neue elektronische Medien eine harmonischere Gesellschaft herbeiführen würden. 1966 war Ryan zum Kriegsdienst eingezogen worden. Als Aktivist gegen den Vietnamkrieg verlangte er Einteilung zum Ersatzdienst am Communication Center der Fordham University, wo McLuhan von 1967 bis 1968 eine Gastprofessur innehatte.[347] McLuhans Ansichten beeindruckten Ryan. Als Schriftsteller überzeugte ihn McLuhans Geringschätzung der geradlinigen Erzählfolge. Er war fasziniert von der Art, wie er jederzeit ein Zitat anzuführen wußte, um ein Argument zu untermauern. (In den Schriften Robert Smithsons findet man ebenfalls diese Neigung.) Ryan fand Gemeinsamkeiten in der Elektronik. Er stellte Versuche mit einer tragbaren Videoausrüstung an, um mit ihr eine nicht-lineare Art zu Denken zu entwickeln. Für ihn als (fast) politischen Aktivisten lagen die wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen des tragbaren Video auf der Hand. Er stellte sich vor, daß Video, weil es ein geschlossenes System darstellte, mit den Vorgängen der Kultur fertigwerden würde, ob es sich um die Familie, die Schulklasse, die Therapie oder um kulturelle Fragen im Allgemeinen handelte. Im Gegensatz zum Fernsehen, das bis auf eine Minderheit die Öffentlichkeit zum Zuschauen vergatterte, konnte man mit Video die Seiten wechseln, konnte der Einzelne oder eine Gemeinschaft Fragen stellen. Als Folge der widersprüchlichen Information, die von den networks verbreitet wurden und in Anbetracht der Konflikte, die die amerikanische Außenpolitik im Zuge des Vietnamkriegs in der Gesellschaft verursachte, begannen die Menschen zu zweifeln, ob man ihnen beispielsweise die Wahrheit über den Tod ihrer Angehörigen sagte. Der Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Medien veranlaßte die Öffentlichkeit weiterzufragen: Was wird noch vorenthalten, von wem und warum? Wird dieses Kommunikationssystem am Ende nur von denen aufrechterhalten, die an den Hebeln der Macht sitzen? aufrechterhalten? Paul Ryans Videoarbeit hat seither eine eigene Entwicklung genommen. Von Video als Medium der persönlichen Veränderung, als Medium, daß es jemandem gestattet, seine eigene Macht zu erleben, wandte er sich der Ebene zu, wo diese 'Macht' für gesellschaftliche Veränderung genutzt wird. Er trachtete danach, in einen Korpus theoretischer Schriften und Videoarbeiten die Herstellung eines neuen "Informations-Übertragungssystems auf der Grundlage geteilter Wahrnehmungen von Umweltrealitäten statt auf Sprache" zu kodifizieren.[349] Ryans Vorstellung von Video als Instrument gesellschaftlicher Intervention gewann dadurch noch an Bedeutung, wonach diese Veränderung mit wachsendem Umweltbewußtsein einhergeht. Die Sorge um die Erde und ihre Umwelt bilden den Kern seiner Arbeit; sie bilden den eigentlichen Inhalt seiner Methode. Die Sorge um die Erde und seinen ökologischen System war auch das beherrschende Thema seiner Beiträge für Radical Software zwischen 1972 und 1974. |
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Ein Evolutionszeug der Bildung |
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Ryans Denken entwickelte sich unter dem Einfluß der semiotischen
Theorien von Charles S.Peirce, Gregory Batesons Anwendung der Kybernetik
auf die Sozialwissenschaften und James Lovelocks Gaia-Hypothese. Peirce
gilt als der Vater der amerikanischen Semiotik. Er wurde durch seine Logik
der Zeichen bekannt, in der er die Grundlage eines wissenschaftlichen Klassifikationssystem
vermutete. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Logik eines Systems,
in dem Objekte als Produkt von Beziehungen entstehen.[351]
Peirce unterstellt, daß alle Lebewesen dieselbe Welt (und mit ihr
die Verantwortung für sie) teilen. Menschen sind die einzigen Lebewesen,
die Entscheidungen bewußt treffen, Beziehungen herstellen und auflösen
und auf diese Weise die Welt gestalten. Die gemeinsame Erfahrung besteht
in der Mit-Teilung von Information. Gemeinsames Wissen ist die Grundlage
eines gemeinsamen Verständnisses.
Besondere Beachtung fand Charles Peirces Modell der 'Triadischen Relationen'. Sie bilden ein System, aus dem er eine Vielzahl weiterer Beziehungen ableitet, die hier unmöglich wiederzugeben sind, zumal das ganze System ziemlich hermetisch ist. Was die Triade angeht, so unterscheidet Peirce zwischen dem ersten, zweiten und dritten Korrelatum: "Das erste Korrelatum ist dasjenige der Drei, das die einfachste Beschaffenheit besitzt, da es eine bloße Möglichkeit ist und da es kein Gesetz ist, wenn nicht alle drei diese Beschaffenheit haben. Das Dritte Korrelatum ist dasjenige der Drei, welches als das Korrelatum mit der komplexesten Beschaffenheit zu betrachten ist, da es ein Gesetz ist, wenn eines der drei ein Gesetz ist und nie eine bloße Möglichkeit ist, außer wenn alle drei diese Beschaffenheit haben. Das Zweite Korrelatum ist dasjenige der drei, welches als Korrelat mittlerer Komplexität betrachtet wird, so daß, wann immer zwei von derselben Beschaffenheit sind (wenn sie also beide entweder bloße Möglichkeiten, aktual Existierendes oder Gesetzmäßigkeiten sind), dann das Zweite Korrelatum eben diese Beschaffenheit auch hat, während dann, wenn alle drei von verschiedener Beschaffenheit sind, das Zweite Korrelatum eine aktuale Existenz ist."[352] 1970 begegnete Ryan auf einer Konferenz Gregory Bateson, dessen Gleichsetzung des kybernetischen Kreises als Grundeinheit des Geistes mit der Grundeinheit des evolutionären Überlebens ihn stark beeindruckte. Gregory Batesons interdisziplinäre Studien, ob auf dem Gebiet der Anthropologie oder auf den Feldern der Linguistik, der Biologie, der Wahrnehmungs- und Verhaltenspsychologie zielten in die gleiche Richtung wie Peirce: die Klassifikation von Verhalten nach biologischen und evolutiven Systemen, die, wie individuelle Organismen, tierische und menschliche Gesellschaften oder Ökosysteme allesamt "aus komplexen kybernetischen Netzwerken mit gemeinsamen formalen Eigenschaften bestehen".[353] Sein weitgefächertes Interesse veranlaßte ihn dazu, die Natur des Lernens, wie z.B. die biologische Anpassung oder den Wissenserwerb und ihre Verbindung mit den Vorgängen der Evolution zu untersuchen. Warum erhält eine Vorstellung zu gewissen Zeiten den Vorzug vor einer anderen? Ist hier tatsächlich ein natürlicher Auswahlprozeß am Werk? Bateson hielt, im Gegensatz zu Darwins Theorie der natürlichen Zuchtwahl, daran fest, daß nicht die Familie oder die Art oder Gattung die Überlebenseinheit darstellt, sondern "die Überlebenseinheit ist der Organismus plus Umwelt. ... eine höchst seltsame und überraschende Übereinstimmung kommt zum Vorschein: die Einheit des Überlebens in der Entwicklung erweist sich als identisch mit der Einheit des Geistes."[354] Da nach seiner Auffassung der Geist dem großen biologischen oder Ökosystem immanent ist und biologische Strukturen (lebende Organismen) und Grammatik (als Geistesprodukt) beide als Erzeugnisse von Kommunikations- und Organisationsprozessen eingeordnet werden können, folgt daraus für Bateson, "daß die massive Häufung menschlicher und ökologischer Bedrohungen aus den Irrtümern unserer Denkgewohnheiten auf tiefen und teils unbewußten Ebenen erwachsen."[355] Paul Ryan schloß daraus, es müßte möglich sein, die unbewußten Ebenen der gemeinsamen Umweltwahrnehmung zum Bewußtsein zu bringen. Der dritte Theoretiker von Einfluß war James Lovelock, der in den späten siebziger Jahre seine Gaia-Hypothese vortrug. Lovelock betrachte die Erde als lebenden Organismus, nicht im metaphorischen sondern im kybernetischen Sinn. Nach Lovelock gründen die Erscheinungen, die das 'organische' Gleichgewicht auf der Erde bestimmen, wie die atmospherischen Bedingungen, Temperatur, das Verhältnis von Sauerstoff zu Stickstoff, auf einem selbstregulierenden Rückkoppelungsmechanismus in planetarem Maßstab.[356] Die Gaia-Hypothese unterstellt, daß wir ein operatives Wissen von diesen planetarischen Mechanismen besitzen - oder innerhalb eines vernünftigen Zeitraums erwerben können - und daß wir lernen können sie zu identifzieren, so daß wir Irrtümer auszuschalten vermögen, die wir im Verhältnis zu den Prozessen in der Natur oder zur Natur gemacht haben. Es handelt sich nicht um einen Freifahrtschein für Leute, die meinen, daß die Erde sich allen Umständen anpaßt. Lovelock wurde für die theoretische Möglichkeit kritisiert. Im Gegenteil verlangen seine Theorien tatsächlich nach einem neuen ethischen Verständnis - im Gegensatz zur oft vertretenen Haltung, daß die Wissenschaft wertneutral sei. Die Gaia Hypothese hält den Wissenschaftler-Forscher an, zu fragen, wie weit man gehen kann, bis der selbstregulierende Mechanismus nicht mehr in seine Ausgangslage zurückkehrt. Angeregt durch Warren McCullochs "calculus of intention" begann Ryan, sich zwischen 1971 und 1975 näher mit den Mustern der Verständigung und des Verhaltens in Dreiergruppen zu beschäftigen. McCulloch war ein Mathematiker und Kybernetiker am Massachusetts Institute of Technology, der sich auf die Forschung von Schaltkreisen des Gehirns spezialisiert hatte. Er war zu dem Ergebnis gekommen, daß die dialogische Kommunikation in den meisten Fällen deshalb zusammenbrach, weil die Menschen unfähig waren, sich zu ihren Beziehungen innerhalb einer Gruppe von drei oder mehr Mitgliedern, in sogenannten "triadischen Beziehungen" logisch zu verhalten.[357],[358] |
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Earthscore und Video-Ökologie |
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1977 ging Ryan nach San Francisco. Dort begegnete er der Frisco Bay Mussel
Group, die sich dem Bioregionalismus verschrieben hatte und Strategien
für den Erhalt von Leben in lokalen Ökosystemen entwickelte.
Die Initiative, die ihr Engagement politisch verstand, hatte zu jener Zeit
den utopischen Fundamentalismus einer Gemeinschaftsidee gegen den Realismus
der praktischen Durchsetzung ihrer Ziele eingetauscht.[360]
Die bioregionale Betrachtung der San Francisco Bay als zusammenhängendes
ökologisches Ganzes war neu zu jener Zeit. Ryan interessierte daran
vor allem die Praxis einer "Kultur des Ortes", sowie die theoretische
Herleitung des Bioregionalismus aus der Kybernetik.[361] 1979 kehrte Paul Ryan nach North Jersey zurück und begann mit der Herausgabe des Magazins Talking Wood, das diese Grundsätze propagierte.[362] Um der Gefahr, in theoretischer Rhetorik über die Zerstörung der Umwelt steckenzubleiben begegnete man mit der Einrichtung einer Watershed Watch. Sie fußte auf Ryans Konzept von einem "gemeinschaftlichen Verständnis für die Wasserscheide unter den Bewohnern hier", was soviel bedeutet wie: eine neue Art, "unsere Aufmerksamkeit für den Ort an dem wir leben zu koordinieren, wobei verschiedene Gesichtspunkte des Orts methodisch und beziehungsmäßig zu einem Kreislauf zusammengeschlossen werden."[363] Als Bürgerinitiative hatte sich Talking Wood zum Ziel gesetzt hatte, die ansässigen Bewohner für die verschiedenen ökologischen Elemente der Passaic River Watershed zu sensibilisieren. In Workshops und auf Vorträgen über die Problembereiche des Ökosystems suchte man den direkten Kontakt mit der örtlichen Bevölkerung. Die Passaic Watershed Watch richtete eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe ein, um u.a. eine technische Studie zur Hochwasserwarnung anzufertigen, die den Bedürfnissen der im Passaic River Basin betriebenen Landbewirtschaftung Rechnung trug. Auf diese Weise hoffte man, aus der Stadt Paterson eine 'grüne Stadt' zu machen. Video und Fernsehen nahmen als Bildungsinstrumente einen besonderen Platz in den Workshops und Entwürfen. Man erachtete sie ganz selbstverständlich als die effizientesten Kommunikationsmittel. Ermutigt von den Ergebnissen einiger Projekte, die zu bestätigen schienen, daß man bereit war in kleinen Gruppen die Verantwortung für seinen Lebensraum zu übernehmen, arbeitete Ryan an einem Fernsehkanal zur Überwachung der Ökologie. Der Ecochannel sollte rund um die Uhr Daten über den Zustand der Umwelt liefern. Dieses Unternehmen begann 1981 wiederum mit einem Umzug, diesmal nach Hoboken, New Jersey. Ryans Videoproduktionen hatten den Charakter von Naturstudien. "Das Earthscore Notational System entstand aus meinen Bemühungen, Video zur Interpretation der Natur zu benutzen ... um die Wahrnehmung zu orchestrieren. ... Tatsächlich liefert die Earthscore Notation die Baupläne für die Entwicklung eines Informationsübertragungssystems auf der Grundlage gemeinsamer Wahrnehmung der natürlichen Welt, nicht Sprache oder Schrift."[364] Die "Erd-Wertung" bildet die formale Grundlage meiner "Annahme, daß ökologische Systeme, wie zum Beispiel Musiksysteme aus 'Noten' bestehen, die von Menschen mittels Video interpretiert werden können." Von nun an widmet sich Ryan dem Studium solcher ökologischen Systeme. Er zeichnete seine Beobachtungen auf langen 'Realzeit'-Videobändern über die natürlichen Elemente, wie Wasser, Erde, Tier- und Pflanzenwelt auf. "Ich habe mich darin geübt, ungeschnittene Videobänder von der Umwelt von einer halben Stunde in einem Zen-Zustand zu machen. Ich habe sechsundreißig solcher Bänder hergestellt, die von der Erde, der Luft, dem Wasser, den Pflanzen, den Tieren und dem Menschen inmitten seiner Techniken zu machen"(1973-1976). Die Frucht jener Jahre waren die Triadic Tapes, zwölf Stunden schwarz-weiß-Videoband, und Earthscore Sketch, 18 Stunden schwarz-weiß-Video, unterteilt in sechsunddreißig Halbstundensegmente. Beide wurden auf Manhattan Cable gesendet und im Performanceraum der Kitchen vorgeführt. 1975 machte er eine einjährige Studie von einem Wasserfall in High Falls, New York, indem er Muster fließenden Wassers beobachtete. Dreizehn Stunden Video wurden auf eine Stunde zusammengeschnitten zu dem Band Water Chreods (chre, gr. notwendig; ode, gr. Pfad). Durch die systematische Beobachtung der Muster, die einem bestimmten Ökosystem zugrundeliegen, gewann Ryan ein Vokabular der 'Chreoden', die "uns eine aussagekräftige Notation [an articulate set of notes] liefern kann, mit dem sich natürliche Erscheinungen 'punkten' [score] lassen. ... Die Syntax der Wechselbeziehungen zwischen diesen chreods sollte am ende ein 'Punktesystem' [score] für das bestimmte System liefern."[365] 1983 machte er eine Studie der Great Falls in Paterson, New York, woraus das Videoband Where the Water Splits the Bank (1985) entstand. Ihr folgte 1984 eine Studie der Küste von Cape Ann, Boston und das Band gleichen Titels: Coast of Cape Ann. 1986 überquerte Ryan den Atlantik auf einem Nordsee-Fischerboot und nahm über dreißig Stunden Meerwasser auf. Water Fire Water (1993) setzt Wasser-Chreoden und Feuer-Chreoden in Beziehung. Der Künstler stellt die wiederkehrenden Motive seines Werks nicht heraus. Er zieht es vor, daß man mit seiner Arbeit nicht thematisch umgeht, weil er glaubt, daß die Vorstellung von einer (dis)kontinuierlichen evolutionären Entwicklung dadurch Schaden erleidet. Trotzdem sollte man erwähnen, daß der Künstler wiederholt auf des Motiv des Wassers "als reichhaltigste Quelle für die Entwicklung eines 'chreodischen' Vokabulars in der Natur" zurückgekommen ist."Wasser nimmt so vielfältige Gestalt an ... jede diese Formen ist Ausdruck eines anderen Weges, den das Wasser nehmen kann, eines anderen Chreoden..."[366] |
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Entwurf für einen Ecochannel |
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Den Ökokanal beschrieb Ryan in einem Projektentwurf wie folgt: "Der
Ökokanal ist der Entwurf für ein Fernsehen zur Überwachung
der Ökosysteme einer Region, sowie zur Entwicklung des Einvernehmens
unter den Einwohnern bezüglich der Konservierungspolitik dieser Region."[367]
Seine Grundlage ist die systematische Kartierung oder 'inscaping', wie
Ryan es nennt, der natürlichen wiederkehrenden Formen [natural patterns]
einer Bioregion - am Beispiel New York - unter Verwendung von Videoband.
Es beinhaltet die Berücksichtigung der Bedürfnisse und Notwendigkeiten
und vor allem der gemeinsamen, von allen geteilten Wahrnehmung der Umwelt.
Der Einsatz von Computern hat es ermöglicht,die Gegebenheiten durch
die Übersetzung der Daten in mathematische Modelle darzustellen. Nach
Ryans Vorstellung läßt sich das System über die lokalen
Bildungseinrichtungen der Schulen und Bürgerzentren hinaus ausdehnen
auf Telekommunikationsmedien wie Satelliten, Kabelfernsehen oder Computernetze.
Dieser Ecochannel-Entwurf wurde am Museum of Modern Art in New York,
auf der First International EcoCity Conference und bei den Vereinten Nationen
vorgestellt.
Eine Schlüsselstellung kommt in Ryans Projekten der letzten Jahre die Entwicklung eines gemeinschaftlichen Umweltverständnisses zu, worin sich seine frühere Annahme einer "geteilten Wahrnehmung ökologischer Realitäten" wiederfindet. Ziel des Design for Ecological Consensus Along the Hudson war eine Übereinkunft bezüglich der Ökologie des Hudson River zwischen den beteiligten Interessengruppen, den verantwortlichen Behörden und der Öffentlichkeit im Allgemeinen. Ausgangspunkt ist ein Entwurf, der die verschiedenen Wahrnehmungen der Umwelt in einer gemeinsamen Wahrnehmung des Ökosystems zur Deckung bringt. Ein Kommunikationssystem dient der Erörterung der Fragen, was es heißt, langfristig in Einklang mit der Umwelt des Hudson zu leben. Der Plan - auch Umwelt-Mediation genannt - bildet eine Voraussetzung für den geregelten Austausch von Meinungen, der die Lösung von Konfliken zwischen den politischen Vertretungen, den Umweltorganisationen, der Industrie und anderen Interessengruppen herbeiführen soll. Die Umwelt-Mediation funktioniert wie folgt: 1. sie schaltet - nach dem Modell der triadischen Logik - einen Dritten ein, um eine neutrale Beziehungssituation herzustellen. 2. gründet sie auf einer Jury von Beobachtern, die für die eine oder andere Seite Partei ergreifen können. 3. stellt sie einen Kreis der Verständigung her, der "eine Architektur eines Informations-Management-System" schafft.[368] Nach Ryans Vorstellung trägt diese Methode, wenn man sie in das Computerprogramm eines Datenbank-Netzwerks gießt, zur Orchestrierung der Verständigung - in diesem Fall über die Ökologie des Hudson - bei, an der sich jeder beteiligen kann, der über einen Rechner und einen Telefonanschluß verfügt. Die ganze Umwelt - jedenfalls so viele Gesichtspunkte wie darstellbar - lassen sich so als gemeinsames Bezugsfeld für die verschiedenen Lehrfächer, von den Naturwissenschaften bishin zur Kunst, benutzen. Diese interdisziplinäre und experimentelle Lehrmethode umfaßt vier Bereiche: 1. die ökologischen Gegebenheiten als solche; 2. das Lernen über die Umwelt anhand von Tatsachen, Mustern und Inhalten (die Korrelate von Peirce), 3. das System des vorhandenen Wissens, und 4. das kooperative Lernen, von dem Ryan hofft, es möge schließlich zu jenem neuen Denken führen, das Bateson als "ecology of mind" bezeichnet. Unter seinen jüngeren Vorschägen findet sich der New York City Environmental Television Channel (N.E.S.T.: New York City Ecochannel for a Sustainable Tomorrow) zum Zweck der "Überwachung und Interpretation des Ökosystems, auf dem die Stadt New York beruht, damit die Bürger von New York vernünftige Entscheidungen hinsichtlich ihrer Ökologie treffen können".[369] Befragt, warum er ausgerechnet das Fernsehen für das geeignete Medium halte, sagt Ryan, für ihn sei das Fernsehen "ein elektronisches Fenster auf die Ökosysteme der Stadt. Es kann daher sowohl zur Entwicklung einer gemeinsamen Sicht beitragen, wie diese Systeme funktionieren als auch zu einem Verhalten anleiten, sie zu bewahren. ... Das Fernsehen, weil es uns in die Lage versetzt, gleichzeitig mit anderen Ereignisse zu überblicken. Durch Fernsehen gelingt das am besten."[370] Der Künstler war Mitbegründer und Leiter des Gaia Institute an der Cathedral of St.John the Divine in New York City. Er hat sich auch der Earth Environmental Group angeschlossen - einer gemeinnützigen Organisation, die sich um Umweltfragen im Allgemeinen kümmert.[371] Die Notwendigkeit einer Umwelterziehung liegt auf der Hand und hat weitreichende Folgen. Ein Beispiel für die Arbeit, die sich auf die erwähnten Theorien und pädagogischen Methoden stützt, ist Nature in New York (1989). Das Videoband führt den Betrachter in vier verschiedene natürliche Lebensräume. Der erste Ort ist Jamaica Bay, die Gateway National Recreation Area, wo Hufeisenkrebse laichen. Man sieht zuerst die Ablage der Eier, Zeichen für die Entstehung einer neuen Generation und die Fortdauer der Art. Der Künstler erläutert dies im Sinne von Peirces Erstheit. Dieser Vorgang kann von Raubtieren, wilden Tieren oder Menschen unterbrochen werden (Peirces Zweitheit). Wir erfahren, daß dies Teil des Musters ist, das den Lebenskreislauf der Krebse und die menschliche/städtische Umwelt einschließt (Peirces Drittheit). Der zweite Ort ist Clay Pit Pond im gleichnamigen State Reserve auf Staten Island. Der Künstler hat hier fünf Erscheinungen ausgewählt: Laubbäume, immergrüne Bäume, verlassene Autos, Gras und Schilfe. Das Auge des Beobachters sieht die Oberfläche des Teichs und Ausschnitte seiner Umgebung, die ihm einen Eindruck von ihrer Beschaffenheit vermitteln (Erstheit). Danach folgt eine eingehendere Beschreibung, die faktische Information über die fünf Erscheinungen enthält (Zweitheit). Schließlich folgt eine Veranschaulichung von Mustern und Beziehungen zwischen Pflanzenwelt, menschlichen Eingriffen und dem Teich (Drittheit). Der dritte Ort ist eine Baumgruppe des Inwood Hill Park (Manhattan). Ryan nahm die Natur 'pur' auf, wie z.B. das Schmelzen des Schnee, die Baumrinde, grüne Elemente (Erstheit). Der Betrachter sieht dann Anzeichen der Anwesenheit von Menschen wie verbranntes Holz, Unrat (Zweitheit). Das Band endet mit Kindern, die unter Bäumen spielen (Drittheit). Der vierte Ort ist ein Wasserfall des Bronx River im New York Botanical Garden der Bronx. Hier konzentriert sich der Künstler zunächst auf das Wasser selbst und seine Oberflächeneigenschaften, danach auf die Struktur des Wassers als Wasserfall, drittens auf die Muster des Wassers und den geologischen Kontext des Falls. Auf der kompositorischen Ebene bedient sich Nature in New York City einem "Beziehungskreis" [relational circuit], wie Ryan es nennt - die Organisation des gewonnenen Wissens anhand der Kategorien von Erst-, Zweit- und Drittheit. Der Sinn dieser Notation liegt in der Art und Weise, wie es uns hilft, Irrtümer bei der Behandlung von Ökosystemen zu erkennen, indem wir die Regeln und Muster erkennen, die ihnen zugrundeliegen. So legen die Krebse beispielsweise ihre Eier in den Nassen Sand während der ausgedehnten Ebbe zum Vollmond im Juni. Dadurch erreichen sie den größtmöglichen Schutz für die Eier während der Aufzucht. Wird diese "Ordnungsfigur - ein Chreod - zerstört, wird der ganze natürliche Vorgang zerstört."[372] Paul Ryan hat den Weg von der Taktik des Überraschungsangriffs aus dem Verborgenen ('Guerilla') zu einer Strategie der offenen, öffentlichen Auseinandersetzung eingeschlagen. Er hat Stellung als Künstler bezogen, nicht als Sozialarbeiter oder Umweltschützer oder Ökologe - obgleich sein Werk all diese Felder berührt. Insofern gleicht seine Position der von Alan Sonfist, der sich auf das Gebiet der Landschaftsarchitektur begeben hat und der nunmehr oft als Künstler/Ökologe bezeichnet wird. Sein Ansatz ist der eines Künstlers, nicht der eines Erziehers, obwohl er die meiste Zeit mit lehren verbringt. Ryan hat die "threeing"-Praxis seit 1976 erfolgreich angewandt. Jüngst hat er die Earthscore Notation und die triadische Logik im Rahmen eines Umschulungsprogramms zum Training von Arbeitern eingesetzt, die von der Rüstungsindustrie entlassen wurden. Er hat Earthscore zur "Methode zur Erzeugung eines Lehrplans zur Ausbildung auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit [sustainability]" entwickelt: "Gestaltung von Lernerfahrung, 'Komposition' meiner Kunst in einem nicht-künstlerischen Rahmen."[373] |
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